Wärmeprojekt „WiEfm“ stellt beim dritten Expertenworkshop Projektergebnisse vor

 

Wärmeprojekt „WiEfm“ stellt beim dritten Expertenworkshop Projektergebnisse vor/ Deutsch-niederländischer Expertenworkshop zum Thema nachhaltige Wärmeversorgung in der Euregio begeisterte über 50 Teilnehmer


Nachhaltig voneinander profitieren“

 

Der Ort für den dritten deutsch-niederländischen Expertenworkshop „Wärme in der Euregio“ hätte nicht passender sein können: Über 50 Teilnehmer von Fachfirmen, Stadtwerken, Planungsbüros und aus Verwaltungen waren der Einladung des geförderten INTERREG-VA-Projekt „WiEfm – Wärme in der Euregio: fokussieren und modernisieren“ gefolgt und zum „Shared Facility Center” nach Hengelo gekommen, um sich mit den Referenten und dem Projektteam auszutauschen.

„Nicht nur das Gewerbegebiet selbst, sondern besonders die in der Nähe liegende KWK-Müllverbrennungsanlage von Twence als wichtigster Energieerzeuger in diesem Gebiet bietet uns ein optimales Beispiel aus den Niederlanden der nachhaltigen Wärmeversorgung“, begrüßte Projektleiter Prof. Dr. Christof Wetter vom Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt der FH Münster (am Montag) die Teilnehmer des deutsch-niederländischen Expertenworkshops.

 

Neue Wege der Nah- und Fernwärme effizient nutzen und sich grenzübergreifend austauschen war auch beim (gestrigen) Workshop ein zentrales Element. Doch die mittlerweile dritte Auflage der Veranstaltung hatte auch viel Neues zu bieten, so Wetter. Denn seit dem Projektstart konnte das Projektteam nun konkrete und nachhaltige Projektergebnisse vorstellen.

„Ob Förderungen wie die „Wärmegutscheine“ mit ausgearbeiteten Auswertungen von den Stadtwerken Coesfeld oder Datenbanken zur flächendeckenden Vernetzung: Das, was wir in den ersten Workshops als Input aufgenommen und verarbeitet haben, konnten wir heute ausgewertet und mit ersten Ergebnissen versehen zurückspielen,“ resümierte Wetter.

Vernetzung und Informationsaustausch über die Landesgrenzen hinweg – diese Elemente spielten in Hengelo eine wichtige Rolle. Denn nicht umsonst arbeiten bei WiEfm die niederländische Hochschule Saxion aus Enschede und die FH Münster gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt sowie der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf und dem niederländischen Unternehmen kiEMT an einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung.

 

„Insgesamt ist dieses Projekt ein schönes Beispiel dafür, wie man fachlich zusammenwachsen kann. Wir haben uns beidseits der Grenze entwickelt“, betonte Richard van Leeuwen von der Saxion Enschede. „Nur dann, wenn wir im Gespräch auf Hemmnisse und Schwierigkeiten hingewiesen, können wir an einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung arbeiten und nachhaltig voneinander profitieren.“

Und sein Kollege Prof. Wetter ergänzt: „Die Art und Weise, wie Wärmeprojekte auf deutscher und niederländischer Seite aufgesetzt und entwickelt werden, ist ganz unterschiedlich. Da hilft es im Austausch zu sehen, wie es in dem jeweils anderen Land funktioniert.“

Noch gut ein Jahr beschäftigt sich das Projektteam mit dem Thema der nachhaltigen Wärmeversorgung. Doch schon jetzt sind die ersten Ergebnisse auch für den Kreis Coesfeld von enormer Bedeutung. „Wir haben sehr viele detaillierte Erkenntnisse über die Planung und den Ausbau von Wärmenetzen. So können wir mit der ´Hot-Spot-Analyse´ per Mausklick sagen, für welche Gemeinde oder Kommune in der Region es sich lohnt auf mögliche Wärmenetze zu schauen“, sagte Christian Holterhues, Projektverantwortlicher bei der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH. „In der nächsten Projektphase werden wir diese Ergebnisse als Grundlage nehmen und Unternehmen und Gemeinden aus der Region weiter begleiten und beim Thema der nachhaltigen Wärmeversorgung unterstützen.“

 

wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld

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