Projektbeginn start.connect: Auf der Suche nach dem digitalen Kick

WFC-MITARBEITER ARMIN HAGEMEIER IM GESPRÄCH: MEHR ALS 70 UNTERNEHMENSVERTRETER, STARTUPS UND INSTITUTIONEN-VERTRETER KAMEN ZUM PROJEKTBEGINN VON START.CONNECT (QUELLE: FH MÜNSTER/PRESSESTELLE).

Projektbeginn start.connect

Unternehmen im ländlichen Raum gehen die digitale Transformation an

Münster/Steinfurt (23. November 2018). Zugegeben, das Münsterland ist nicht das Silicon Valley. Aber auch hierzulande gibt es viele kleine und mittelständische Unternehmen, die auf den Digitalisierungszug aufspringen wollen. Oder, wie Prof. Dr. Ralf Ziegenbein sich ausdrückte: „Der Digital Tornado wird kommen und alle Branchen durcheinanderwirbeln. Das steht außer Frage.“ Aber wie darauf reagieren und die Digitalisierung im eigenen Unternehmen angehen? Zum Beispiel mit start.connect: Die Plattform will Unternehmern helfen, indem sie sie mit Gründern, Start-ups und Ideengebern zusammenbringt, speziell im ländlichen Raum. Und zur Kick-Off-Veranstaltung am Donnerstag (22. November) hatten gleich 70 Teilnehmer den Weg nach Steinfurt gefunden. Die Projektleitung liegt bei Lisa Geringhoff, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD) der FH Münster.

Dass Unternehmen auf Kreativität setzen und schnell große Sprünge machen sollten, verdeutlichte Ziegenbein in seinem Vortrag. „Die Öffnung in Richtung Start-up, Innovationen und Kreativität, das ist das Erfolgsrezept“, sagte der Hochschullehrer für Produktions- und Prozessmanagement. „Man muss jetzt anders denken. Mit neuen Technologien lassen sich die Spielregeln ändern. Fragen Sie mal Ihre Azubis nach ihren Ideen! Das sind Digital Natives.“

Sich andersdenkende Experten ins Unternehmen zu holen, um das Geschäftsmodell und weitere Bereiche zu digitalisieren, sei ebenfalls ein guter Ansatz. „Etablierte Lösungen bringen keine Innovation und Disruption“, so Ziegenbein. Auf der Suche nach dem digitalen Kick könnte man sich deshalb an Start-ups und Einzelpersonen oder Teams mit Lösungsideen wenden, um gemeinsam Strukturen aufzubauen oder neue Produkte anzugehen.

Das zeigte ein Praxisbeispiel: Thomas Kronenfeld vom Stift Tilbeck hatte sich Unterstützung von Armin Hagemeier geholt, der im start.connect-Team und bei der Wirtschafsförderung des Kreises Coesfeld arbeitet. Gemeinsam wollen sie beispielsweise das Parkplatzproblem am Stift digital angehen und sammeln Ideen für Car-Sharing, Mitfahrgelegenheiten für Mitarbeiter und ein Online-Buchungssystem für freie Parkplätze. Jetzt muss dazu noch ein passendes Umsetzungskonzept mit aufeinander abgestimmten Modulen her.

Auch Schmitz Cargobull war vertreten: Jochen Kiesekamp präsentierte bereits Vollbrachtes in der digitalen Buchhaltung und Zukunftspläne, wie interaktive App-Ideen für Kundenfragen. Außerdem stellten Kai Lübke und Joshua Urkötter ihre Plattform „improvr“ vor, die sich in der Entwicklungsphase befindet und Verbesserungsvorschläge und Ideen von Kunden zu Produkten und Dienstleistungen sammelt, bewerten lässt und strukturiert.

„Ich bin begeistert, wie gut die Kick-Off-Veranstaltung angenommen wurde und habe ein gutes Gefühl, dass wir einige Matchings hinbekommen“, sagte Projektleiterin Geringhoff. Start.connect ist ein Gemeinschaftsprojekt des IPD an der FH Münster und der Wirtschaftsförderungen der Kreise Steinfurt und Coesfeld. Es wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und läuft zwei Jahre.

Quelle: FH Münster / Pressestelle

Zur Projektseite „start.connect“ hier.

wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld

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