wfc-Veranstaltungsreihe informiert über Mitarbeitermotivation

wfc-Veranstaltungsreihe „Dialog Fachkräftesicherung“ informiert über Mitarbeitermotivation

Mitarbeitermotivation heißt, sich bewusst auf den Mitarbeiter einzulassen“

 

Wie können Mitarbeiter motiviert werden? Was macht einen engagierten Mitarbeiter aus? Welche Maßnahmen helfen Unternehmen ihre Mitarbeiter wieder neu für den Job und die Firma zu motivieren? – Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt der dritten Veranstaltung der Reihe „DIALOG-Fachkräftesicherung“, ein Veranstaltungsformat der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG).

Über 40 Unternehmer und Personalverantwortliche waren am Dienstagnachmittag dieser Einladung gefolgt und zur Firma Huesker Synethetic GmbH nach Gescher gekommen, um gemeinsam mit den Referenten zum Thema „Mitarbeitermotivation“ zu diskutieren und sich auszutauschen. Viele Ansatzpunkte für den Austausch beim „Get Together“ bot besondere auch der „Elevator Pitch“: Vier Unternehmen aus den Coesfelder und Borkener Kreisen stellten in zehnminütigen Kurzvorträgen ein individuelles Instrument“ zur Mitarbeiterbindung vor.

 

„Lernen Sie den Menschen kennen.“

„Ob finanzielle Anreize oder gezielte Karriereplanung: Mitarbeiter zu motivieren, kann unterschiedlich aussehen“, erklärte der Referent Dr. Christoph Brast vom BWL-Lehrstuhl der Westfälischen Wilhelms Universität Münster (WWU). In seinem Impulsvortrag machte er deutlich, wie sich solche gezielten Ansätze auf die Motivation der Mitarbeiter und somit auch auf das Unternehmen auswirken. „Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie den Menschen kennen, der sich in Ihrem Unternehmen mehr engagieren soll“, so Brast weiter. „Attraktive Bedürfnisbefriedigung gehören dabei ebenso dazu, wie Handlungsbereitschaft von Mitarbeitern und Vorgesetzten.“

Um dieses Ziel zu erreichen, stellte der Fachreferent den Teilnehmern ein altbekanntes Instrument vor, das die Mitarbeitermotivation erleichtert. „Führen Sie Mitarbeitergespräche und lassen Sie sich bewusst auf ihr gegenüber ein, analysieren gemeinsame Stärken und berufliche Vorstellungen.“ Dazu gehöre laut Brast auch, dass sich Angestellte und Vorgesetzte gleichermaßen langfristig auf diesen Austausch vorbereiten. „Nehmen Sie sich Zeit für die Vor-und Nachbereitung. Wenn im Gespräch klar wird, dass sich beide Parteien intensiv vorbereitet haben, steigert das die gegenseitige Wertschätzung. Jeder wird mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch gehen.“

 

Mitarbeitermotivation sollte nie aufhören

Einer, der durch verstärkte Kommunikation im Unternehmen neue Ansätze zur Mitarbeitermotivation ins Rollen gebracht hat, ist Volker Dieminger von der Stadt Dülmen. Er gab den Veranstaltungsteilnehmern praxisorientiere Einblicke in sein Vorgehen. „Im Vorfeld haben wir uns die Fragen gestellt, wie wir ein Unternehmen führen wollen und wie wir geführt werden wollen.“

Doch erst mit dem schriftlichen Festhalten von konkreten Veränderungswünschen habe sich etwas getan. „Solche Veränderungen betreffen immer ein Unternehmen als Ganzes. Deswegen sollten auch alle mit einbezogen werden“, so Dieminger weiter. Dass sich ein solcher Prozess nicht von heute auf morgen umsetzen lässt, darüber waren sich alle Teilnehmer schnell einig. „Das ganze muss ja erst mal in die Köpfe rein. Wir haben mit einem konkreten Schulungssystem auf einen Ebenen angesetzt“, erklärte der Fachbereichsleiter.

In jedem Fall sei auch hier die Kommunikation das wichtigste Instrument, fasste Dieminger zusammen. „Erst durch gegenseitiges Feedback auch zwischen den Führungsebenen sind wir einen großen Schritt weitergekommen und stehen noch lange nicht am Ende. Denn Mitarbeitermotivation sollte nie aufhören.“

 

 

Dass sich durch gezielte Kommunikation auch die Unternehmenskultur zum positiven verändern kann, davon berichtete Ruth Weber, Personalleiterin beim Bauunternehmen Brüninghoff GmbH & Co. KG in Heide. „Eine erste Hürde war es zu formulieren, welche Werte das Unternehmen ausmachen und wie wir sie erhalten können. Aber auch Neuerungen waren und sind eine Notwendigkeit.“

Schulungen und Workshops seien seit Jahren ein zentrales Thema der gelebten Unternehmenskultur, so Weber weiter. „Der Tod eines Angehörigen oder familiäre Ausnahmezustände: Im Unternehmen gibt immer mal wieder Sondersituationen, in denen sie sich externe Hilfe suchen. Es gibt immer mal besondere Lebenssituationen, die ein besonderes Feingefühl bedürfen. Und hier setzen wir an.“

 

Gegenseitiger Austausch steht im Mittelpunkt

Einen individuellen Ansatz verfolgt auch die Sparkasse Westmünsterland im Hinblick auf die Planung und Begleitung modellhafter Karrierewege für ihre Nachwuchskräfte. Rolf Hoffboll stellte in seinem Kurzvortrag das Konzept „Modellentwicklungswege“ vor.

„Die Vorträge und Praxisbeispiele haben gezeigt: Das Thema Mitarbeitermotivation ist präsent und bereits vielfach in den Unternehmen verankert und gelebt“, freut sich Brita Borawski von der Agentur für Arbeit in Ahaus. Wfc-Projektleiterin Dr. Kirsten Tacke Klaus ergänzte: „Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe ,Dialog Fachkräftesicherung‘ wollen wir den Unternehmen die Gelegenheit geben, ihr Know-how weiter zu vertiefen und sich gegenseitig auszutauschen.“

wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld

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