Nutzen und Chancen: Industrie-Roboter im Unternehmenseinsatz / wfc lädt in das Mechatronik Institut Bocholt ein

„Robotik hautnah" bekamen die Teilnehmer des Laborgespräches im Mechatronik Institut Bocholt geboten (Foto: Christian Holterhues, wfc).

Nutzen und Chancen: Industrie-Roboter im Unternehmenseinsatz / wfc lädt Firmen aus dem Kreis Coesfeld in das Mechatronik Institut Bocholt ein

Der „Kollege aus Stahl“ hilft auch im Mittelstand

 

Dülmen, 02.11.2016. Ob in der Landwirtschaft, in der Produktion oder in der Lohnfertigung: Auch in mittelständische Betrieben hält der Einsatz von Robotern immer mehr Einzug. Um diesem Trend ein Gesicht zu verleihen und um Chancen sowie Herausforderungen für Unternehmen im Kreis Coesfeld ins Gespräch zu bringen, hatte die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld zum „Laborgespräch Robotik“ in das Mechatronik Institut nach Bocholt eingeladen. Über 30 Interessierte aus unterschiedlichsten Branchen waren dieser Einladung gefolgt.

Die Roboterindustrie steht weltweit vor einem Durchbruch. Das Bild einer tonnenschweren, durch Schutzeinrichtungen getrennten Anlage, in der ein Roboter in hoher Taktzahl arbeitet, ist vielen bekannt. Doch dass Roboter in großen Industriebetrieben bereits heute Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten, ist für viele kleine und mittlere Unternehmen noch Zukunftsmusik. Mit dem Mechatronik Institut Bocholt (MIB) der Westfälischen Hochschule begleitet ein Forschungsinstitut Unternehmen insbesondere aus dem Mittelstand bei der Einführung von Robotik-Anwendungen. Prof. Dr. Antonio Nisch und Prof. Dr. Peter Kerstiens vom MIB stellten nun bei der wfc-Veranstaltung „Laborgespräch Robotik“ den Unternehmensvertretern vor, wie Potentiale des Robotereinsatzes genutzt werden können.

 

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Tatsächlich „scheuen viele mittelständische Unternehmen bislang den Robotereinsatz, weil oftmals Erfahrung und das geeignete Personal im Umgang mit Robotern fehlt und die hohen anfänglichen Investitionskosten als Hürde betrachtet werden“, sagte Prof. Dr. Antonio Nisch vom Mechatronik Institut Bocholt. Doch die Steuerung und Programmierung von Roboter-Anwendungen wird immer einfacher, so dass zukünftig kollaborierende Roboter einen intelligenten Arbeitsfluss von Mensch und Maschine möglich machen. „Gerade gefährliche oder körperlich anspruchsvolle Arbeiten kann ein Roboter übernehmen, der Mensch kann sich auf anspruchsvolle Montage-Tätigkeiten konzentrieren“ erläuterte Prof. Nisch in seinem Vortrag vor den Unternehmern.

Bei der Führung durch die Labore am Mechatronik Institut Bocholt erhielten die Teilnehmer anhand aktueller Praxisbeispiele und Forschungsprojekte konkrete Einblicke in den aktuellen Stand der Robotik-Technik. Die Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen sind dabei vielfältig, die Unterstützung des Mechatronik Instituts ebenfalls: „Überall dort, wo Fragestellungen zum Robotik-Einsatz auftauchen, können wir mit unseren Laboren helfen“, bietet Prof. Dr. Peter Kerstiens die Unterstützung für Fragestellungen aus der regionalen Wirtschaft an. Mit dem Automatisierungs- und Robotik-Center ARC unterstützt ein von der WFG für den Kreis Borken geleitetes Netzwerk interessierte Unternehmen beim Einsatz von intelligenten Robotern in Produktions- und Fertigungssysteme.

 

Neue Ideen sind immer willkommen

Die wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH steht den Unternehmen der Region, die sich für das Thema Robotik interessieren, eine Investition in Erwägung ziehen und sich über Fördermöglichkeiten informieren wollen, als Ansprechpartner zur Verfügung. „Wenn Sie eine Idee haben, kommen Sie zu uns, und wir stellen fest, ob sie förderfähig ist, finden für Sie das richtige Programm und helfen Ihnen, Partner für das Projekt zu finden“, wandte sich Christian Holterhues, Innovationsberater bei der wfc, an die Teilnehmer.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Laborgespräche“ der wfc Kreis Coesfeld. Für Rückfragen steht Christian Holterhues (wfc) unter Tel. 02594. 782 40-26 | E-Mail christian.holterhues@wfc-kreis-coesfeld.de zur Verfügung.

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