LEADER-Regionen wollen künftig grenzüberschreitend kooperieren

Grenzüberschreitend neue Projekte angehen: Über 50 Teilnehmer aus den elf LEADER-Region waren zum deutsch-niederländischen Austausch nach Ahaus gekommen, um über neue Projektidee zu sprechen und sich auszutauschen. Fotos: Anna Eckart (wfc)

 

LEADER-Regionen wollen künftig grenzüberschreitend kooperieren / Deutsch-niederländischer Workshop begeistert auch Baumberger Teilnehmer

„Mit LEADER über die Grenze gehen“

 

Der Ort für das erste deutsch-niederländische LEADER-Treffen hätte nicht besser passen können: In der Haarmühle in Ahaus-Alstätte an der Grenze zu den Niederlanden trafen sich am vergangenen Dienstag erstmalig elf deutsche und niederländische LEADER-Regionen, um sich auszutauschen und erste Schritte für Kooperationsprojekte in die Wege zu leiten.

Über 50 Teilnehmer aus den Niederlanden, NRW und Niedersachsen informierten sich über Handlungsschwerpunkte und Projektideen in den Regionen. „Gemeinsamkeiten gibt es genug“, erklärte Alexander Jaegers, Leiter des Regionalmanagements für die LEADER-Region Baumberge und Moderator der Veranstaltung. „Vor allem finden sich diese in den Bereichen Tourismus und Kultur. Aber auch bei den ökologischen Themen geht es in beiden Ländern in eine ähnliche Richtung.“

 

Kennenlernen, Erfahrungsaustausch und voneinander Lernen –  das stand für alle LEADER-Akteure im Mittelpunkt des Treffens. Jede Region stellte dafür zunächst ihre Projekte und Themenbereiche vor. Schnell wurde den Anwesenden klar, dass es aber dennoch unterschiedliche Ansätze innerhalb der Regionen gibt. Doch das sei keinesfalls ein Nachteil, betonte Dr. Kirsten Tacke-Klaus, die das Regionalmanagement bei der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH betreut. „Jede LEADER-Region hat ihre eigenen Schwerpunkte. Aber gerade durch diese Verschiedenheit ergeben sich neue Ansätze und Projektidee, die wir als neue Impulse nutzen können.“

Denn eins haben alle LEADER-Akteure gemeinsam: Ihre ländliche Region zu fördern und strukturell zu stärken. „Das, was uns verbindet, ist stärker als das, was uns trennt. Mit dieser positiven Einstellung können wir in den Baumbergen neue Projektidee angehen“, fügte Alexander Jaegers hinzu.

 

 

Schnell wurde klar: Die Themen wie Ärztemangel, demographischer Wandel und Überalterung der Bevölkerung, Integration von Flüchtlingen, Stärkung ehrenamtlicher Strukturen beschäftigen alle deutsch-niederländischen LEADER-Regionen. Einen ersten gemeinsamen Berührungspunkt für die Region Baumberge kristallisierte sich am Ende des Abends heraus: So wollen die beiden LEADER-Regionen Baumberge und Noord Overijssel künftig stärker kooperieren.

Einen möglichen Ansatz sieht Regionalmanager Jaegers da beim LEADER-Projekt „Baumberger-Ludgerusweg“. „In den ersten Gesprächen kam der Gedanke auf, den Wanderweg in Richtung Niederlande zu erweitern.“ Diese Idee müsse allerdings erst noch ausgereift und weiterentwickelt werden, so Jaegers weiter. „Die Kontakte sind da und mit diesem Treffen ist ein erster Schritt in eine gemeinsame Richtung in Sachen LEADER getan.“

 

 

 

wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld

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